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Luftbilder, Rasterkarten & Satellitenaufnahmen auf einem Garmin Oregon, Dakota oder Colorado anzeigen

Nachfolgend wollen wir Ihnen beschreiben, wie Sie digitale Rasterkarten, Luftbilder, Satellitenbilder (also schlichtweg alle Daten, welche in Form einer jpg-Bilddatei vorliegen) so umwandeln, dass diese in einem Garmin Oregon, Colorado oder Dakota angezeigt werden. Prinzipielle Voraussetzung hierfür ist eine aktuelle Firmware in den Geräten.

Das "Bild", welches im Gerät angezeigt werden soll, kann z.B. eine eingescannte Landkarte oder auch eine Luftaufnahme sein. Wichtig ist es (das sei an dieser Stelle erwähnt), dass die Urheberrechte des Materials berücksichtigt werden.

Im folgenden Beispiel erläutern wir, wie es geht. Ausgangspunkt ist ein Luftbild vom Teil des Frankfurter Flughafens:
Luftbild Frankfurt Flughafen
Dieses Luftbild soll am Ende des Vorgangs in einem Garmin Dakota 20 angezeigt werden, selbstverständlich an genau der richtigen Position und nicht nur einfach als "Bild".

1. Google Earth starten

Für die Einbindung der Daten benötigt man das Programm Google Earth, welches hier erhältlich ist. Nach dem Start des Programms wählt man eine Position in der GoogleEarth-Karte (und vergrößert den Ausschnitt entsprechend), die der Position des Luftbildes ungefähr entspricht.
Bild in GoogleEarth hinzufügen
Über die Menüpunkte "Hinzufügen" & "Bild-Overlay" wird die gewünschte jpg-Datei angewählt.

2. Bild georeferenzieren

Da sich in den Bilddaten noch keine Informationen über die Position des Luftbildes befinden, muss das Bild an die richtige Position gerückt werden. Dazu lässt sich das Bild in GoogleEarth drehen, verschieben und auch in der Größe ändern.
Bild in GoogleEarth anpassen
Hilfreich kann an dieser Stelle der Schieberegler sein, an dem sich die Transparenz einstellen lässt. Dies erleichtert die korrekte Positionierung des Bildes auf der darunterliegenden Karte und somit letztendlich im Raum (= Georeferenzierung).

3. Speichern und im GPS speichern

An dieser Stelle sind die aufwendigsten Arbeiten bereits getan. Durch einen Klick auf "OK" wird das Bild an der zuvor angegebenen Position fest verortet. In der linken Spalte ist das eingefügte Bild nun in der Kategorie "Temporäre Orte" zu finden. Mit einem Rechtsklick auf den Bildnamen öffnet sich ein Menü, in welchem der Punkt "Ort speichern unter ..." ausgewählt wird.
Bild in GoogleEarth speichern
Die Datei kann nun unter einem individuellen Namen gespeichert werden. Wichtig ist jedoch, dass als Dateiendung ".kmz" gewählt wird. Diese .kmz-Datei wird nun in das GPS ins Verzeichnis /Garmin/CustomMaps/ kopiert. Sollte der Ordner "CustomMaps" noch nicht bestehen, so legen Sie diesen einfach noch manuell an. Jetzt nur noch das GPS Einschalten .... und schon kann man sich am Luftbild (oder der Rasterkarte) im GPS erfreuen, wahlweise sogar mit Kartenmaterial, welches vor oder hinter dem Bild zusätzlich gezeichnet wird (mehr dazu im Teil "technische Details").
Luftbild Frankfurt Flughafen im Dakota 20 Luftbild Frankfurt Flughafen im Dakota 20
Das hier gewählte Beispiel ist natürlich in der Praxis nicht gerade eine wirklich gewinnbringende Sache. Was nützt einem schon ein Luftbild des Frankfurter Flughafens. :-) Aber stellen Sie sich vor Sie würden ein Luftbild Ihres nächsten Urlaubsortes in Ihr Garmin-GPS übertragen. Oder Sie würden eine Papierkarte einscannen, um eine Karte eines Gebietes in Ihr GPS zu laden, für das es bisher von Garmin selbst noch keine guten Karten gibt. Die Möglichkeiten sind wirklich vielfältig!

Technische Details

Einige grundlegende Dinge müssen bei der Erstellung von individuellen Karten momentan beachtet werden. Hier eine Übersicht:

  • kompatible Geräte: Garmin Oregon 200/300/400t/450/450t/550/550t, Dakota 10/20, Colorado 300
  • Art der Daten: Hauptsache eine jpg-Bilddatei (ob Luftbild, Satellitenbild, Foto, digitale Rasterkarte oder selbst eingescannte Karte ist im Prinzip egal)
  • Bilder mit mehr als einem Megapixel werden auf ein Megapixel heruntergerechnet, somit sollten nur Bilder bis zu dieser Größe verwendet werden, also z.B.: 1024x1024 Pixel oder 512x2048 Pixel usw. (größere Bilder am besten einfach in kleinere "Schnipsel" unterteilen)
  • Ein Bild sollte maximal 3MB Speicherplatz benötigen
  • Die Karte muss als kmz-Datei im GPS gespeichert werden (wie oben beschrieben)
  • Ob der interne Speicher oder die Speicherkarte gewählt wird, ist egal (Hauptsache die kmz-Dateien liegen im Order /Garmin/CustomMaps/
  • Bis maximal 100 individuelle Karten (= jpg-Bilder) werden gleichzeitig im GPS eingelesen und angezeigt
  • Die Ladezeit der individuellen Karten im GPS hängt wesentlich von deren Größe und Anzahl ab
  • Mehrere Bilder können in einer kmz-Datei zusammengefasst werden
  • Beim Einfügen der Bilder in GoogleEarth kann über die Einstellung "Zeichenreihenfolge" ein Wert angegeben werden, welcher angibt, ob die individuelle Karte später unter (<50) oder über (>50) den "normalen" Kartendaten im GPS angezeigt werden soll

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